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Bei der Postbank hat sich vor Kurzem ein Fall von Datenmissbrauch ereignet. Freie Handelsvertreter hatten Zugang zu den Kundendaten von Postbankkunden und konnten mit Hilfe von Name und Geburtsdatum einen Einblick bekommen wie viel der Kunde an wen überwiesen hat und wann. So konnten Finanzprofile der Kunden erstellt werden, die wenn Sie in die falschen Hände gelangen ganz sicher nicht dazu dienen eine Verkaufsstrategie zu entwickeln. Der Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle ein, die allesamt in der Vergangenheit für Aufsehen sorgten. Da wäre beispielsweise der Datenmissbrauch bei der Deutschen Bahn AG, wo die Daten der Mitarbeiter mit den Daten von Lieferanten abgeglichen wurden, um mögliche Korruption aufzudecken und zu verhindern. Wenn ein begründeter Verdacht bestanden hätte, wäre dieses Vorgehen verständlich, aber da es den nicht gab, handelt es sich um Datenmissbrauch. Einen weiteren Fall gab es 2008 bei der Telekom, wo Millionen Kundendaten samt Handynummer den Besitzer gewechselt haben. Da fragt man sich warum solche Sachen passieren. Auch wenn es sich um Pannen handelt, denn warum gibt es keine Vorkehrungen, die die Verbraucher vor solchen Pannen schützen?
Die Postbank hat mittlerweile jedenfalls dafür gesorgt, dass ein zugreifen auf die Kontodaten nicht mehr möglich ist und so ein Einschreiten der Datenschutzbehörde abgewendet. Trotzdem ist einem nicht wohl dabei, dass die persönlichen Informationen in vielen Unternehmen dazu verwendet werden ein genaues Profil von uns zu erstellen. Die wissen mittlerweile mehr über uns als der ungeliebte Nachbar, oder sogar die eigenen Freunde.
Um wenigstens ein bisschen die Kontrolle über unsere Daten zu behalten sollten man keinesfalls jedem, der danach fragt sein Geburtsdatum geben, in Kombination mit unserem Namen ist das Geburtsdatum häufig unser Identifizierungsmerkmal bei den verschiedenen Unternehmen bei denen wir Kunde sind. Werden wir uns jemals schützen können?
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