Höhere Einlagensicherung
Montag, 18. Mai 2009, 13:05 Uhr
Abgelegt unter: Allgemein

Der Bundestag hat eine deutliche Verbesserung der gesetzlichen Einlagensicherung beschlossen. Dadurch sollen Bankkunden ein weiteres Mal gestärkt und von der finanziellen Auswanderung abgehalten werden.

Ab Juli diesen Jahres beträgt die maximale gesetzlich gesicherte Summe bei Bankeinlagen – beispielsweise als Girokonto, Tages- oder Festgeldanlage – nicht mehr wie bislang 20.000 Euro, sondern 50.000 Euro. Zum Jahre 2011 wird sich diese Marke noch einmal auf 100.000 Euro verdoppeln. Damit zieht Deutschland mit Ländern wie Italien oder den Niederlanden gleich, wo gesetzliche Einlagensicherungen bereits seit längerem Summen von rund 100.000 Euro schützen.

Volle Sicherheit

Darüber hinaus soll laut Beschluss des Bundestags die zehnprozentige Eigenbeteiligung der Bankkunden wegfallen. Die von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) bei der Pleite der eigenen Bank zurückerstattete Summe beträgt heute nur 90 Prozent des angelegten Geldes. Ab Juli werden nun die vollen hundert Prozent zurückgezahlt, falls die Bank zahlungsunfähig sein sollte. Des Weiteren soll auch die Rückzahlfrist verkürzt werden. Dadurch sollen die betroffenen Anleger ihr Geld in deutlich kürzerer Zeit als den bislang gültigen maximal drei Monaten nach der Bankinsolvenz zurück erhalten. Gerade in den unsicheren Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ist dies ein für Bankkunden wichtiger Schritt.


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