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Ein wichtiger Bestandteil eines Girokontos ist der Dispositionskredit, der bei einer Überziehung des Kontos gewährt wird. Aber Vorsicht – die Zinsen sind bei vielen Banken noch sehr hoch.
Der Dispokredit als Überbrückungslösung bei unzureichender Kontodeckung ist für den Verbraucher generell eine sinnvolle und wichtige Einrichtung gegen die plötzliche Zahlungsunfähigkeit. Gerade in Anbetracht der Leitzinssenkungen der EZB sollte die Zinslage eigentlich auch recht günstig sein – dies ist sie aber nicht in allen Fällen. Die Banken haben ihre Kreditzinsen zwar nach heftiger Kritik nun zögerlich gesenkt, aber oft sind die Dispozinsen trotzdem noch in den oberen Sphären stecken geblieben. Schließlich lässt sich für die Banken durch sie viel verdienen – gerade wenn die Kunden in Krisenzeiten Probleme mit der Liquidität haben.
Breite Zinsspanne
Die Zinsen für Überziehungskredite liegen derzeit zwischen 7 und 15 Prozent, was einem Durchschnittswert von 12 Prozent entspricht. Vergleicht man dies mit dem Leitzins von 1,25 Prozent, ergibt sich fast das Zehnfache dessen. Aber selbst wenn man bei seinem Institut mit einem relativ günstigen Kredit ausgestattet ist, sollte man das Dispoangebot nur im Notfall benutzen. Keinesfalls sollte man auf das Bestreben der Banken eingehen, den Dispokredit als praktische Lösung für Urlaubsfinanzierung oder ähnlich zweifelhafte Vergnügen einzusetzen, so Verbraucherschützer gegenüber “Blickpunkt Wirtschaft”. Stattdessen sollte er nur für unerwartete Abbuchungen und sonstige absolut notwendige Zahlungen verwendet werden – und anschließend so schnell wie möglich wieder ausgeglichen werden. Sei dies nicht machbar, empfehle sich eine Umschuldung auf einen günstigeren Ratenkredit.
Als Vorsorge gegen eine ungewollte Überziehung des Girokontos eignet sich generell ein Sicherungspolster von zwei bis drei Monatsgehältern. So kann man den oft noch überzogenen Zinsen aus dem Weg gehen, die langfristig in eine Schuldenfalle führen können und letztendlich nur der Bank höhere Einnahmen bescheren.
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