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Die Finanzbewegungen deutscher Bürger werden immer intensiver und großflächiger durchleuchtet. Das Magazin “Focus Money” weist in einem Beitrag darauf hin, dass mittlerweile “alle und alles” ins Visier der Steuerfahnder geraten sind.
Verschärfte Fahndung
Die europaweite Jagd auf Steuerbetrüger hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die schrittweise Aushebelung der Bankgeheimnisse in ehemaligen Steuerparadiesen ist nur ein Hinweis auf diese Entwicklung. Diese an sich rechtmäßige Fahndung habe allerdings schon solche Ausmaße angenommen, dass auch die Finanzen normaler deutscher Kontoinhaber oft scheinbar grundlos kontrolliert und durchleuchtet würden, berichtet “Focus Money”. Unter anderem würden hierfür die neuen Steueridentifikationsnummern und das EU-Zinsabkommen benutzt. Außerdem seien seit 2005 bereits einfache Finanzbeamte in der Lage, die Konten unkompliziert zu überwachen und im Zweifel einen Kontrollbericht an die Finanzaufsicht zu verfassen. Der erforderliche Verdachtsmoment sei schon erfüllt, falls „das zu prüfende Bankgeschäft Auffälligkeiten aufweist, die es aus dem Kreis der alltäglichen banküblichen Geschäfte hervorhebt“, zitiert das Magazin eines Gesetzestext.
Risiko der Kapitalflucht
Durch diese übertrieben erscheinenden Fahndungsmethoden wird das Vertrauen der Bürger in die deutschen Behörden leichtfertig verspielt. Da vor allem größere Anleger der Überwachung entgehen können und möchten, könnte es bei Beibehaltung der derzeitigen Entwicklung zu einer Kapitalflucht aus Deutschland und auch der EU kommen, die die hiesigen Finanzmärkte merklich schwächen würde. Angesichts dieser unerfreulichen Entwicklungen sollte wohl die prinzipiell korrekte Steuerfahndung auf ein unseres freiheitlichen Staates angemessenes Maß zurückgefahren werden.
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